Wann PNG das falsche Format ist
PNG ist verlustfrei, was für Grafiken perfekt und für Fotos falsch ist. Ein als PNG gespeichertes Foto schleppt Megabytes an nicht wahrnehmbaren Details mit, die die wahrnehmungsbasierte Kompression von JPG praktisch kostenlos verwirft. Die typischen Fälle, die Menschen hierher führen: Screenshots, die zu groß für E-Mails sind, KI-generierte Bilder, die als PNG exportiert werden, und Upload-Formulare mit strengen Größenlimits. In allen drei Fällen sieht JPG bei 85 bis 90 % Qualität identisch aus und wiegt ein Zehntel.
Den richtigen Qualitätswert wählen
Der Regler wird direkt an den JPEG-Encoder durchgereicht. 90 % ist der sichere Standard: visuell nicht vom Original zu unterscheiden, bei Fotos wie bei Screenshots. 80 bis 85 % spart ein weiteres Drittel der Größe und bleibt bei Fotos sauber, feiner Text beginnt jedoch weicher zu werden. Unter 70 % erscheinen Ringartefakte an Kanten. Wenn Sie die Qualität auf 100 % schieben, um exakte Pixel zu erhalten, ist das ein Zeichen, dass Sie eigentlich PNG oder verlustfreies WebP wollen.
Häufige Fragen
Wie viel kleiner werden meine Dateien?+−
Bei Screenshots und als PNG gespeicherten Fotos typischerweise 70 bis 90 % kleiner. Aus einem 4 MB großen Vollbild-Screenshot als PNG wird bei 85 % Qualität üblicherweise ein JPG mit 300 bis 600 KB. Grafiken mit wenigen Farben schrumpfen weniger stark, weil PNG sie bereits gut komprimiert.
Was passiert mit transparenten Bereichen?+−
JPG kennt keine Transparenz, transparente Pixel werden bei der Umwandlung also auf einen weißen Hintergrund gelegt. Wenn die Transparenz erhalten bleiben soll, bleiben Sie bei PNG oder wandeln Sie stattdessen in WebP um.
Bleibt Text in Screenshots lesbar?+−
Bei 85 bis 95 % Qualität ja. Die JPG-Kompression ist an scharfen, kontrastreichen Kanten wie Text am schwächsten; gehen Sie bei textlastigen Screenshots also nicht unter 80 %. Für pixelgenaue UI-Dokumentation bleibt PNG das richtige Format.
Warum liegt mein Kamerafoto überhaupt als PNG vor?+−
Meist weil eine App es so exportiert hat: Screenshot-Tools, Editoren und KI-Bildgeneratoren geben oft PNG aus, unabhängig vom Inhalt. Bei fotografischem Inhalt verschwendet diese PNG-Hülle Megabytes, und die Umwandlung in JPG holt sie ohne sichtbaren Unterschied zurück.